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Staatssekretär Dr. Gebhart im Gespräch mit dem ASB in Hagenbach über die Situation in der Altenpflege in Pandemiezeiten

Hausleitung Annette Michel, Stadtbürgermeister Christian Hutter und der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Thomas Gebhart vor dem Eingang des ASB Seniorenzentrums.

Foto: ASB SZ Hagenbach

Dr. Thomas Gebhart (CDU), parlamentarischer Staatssekretär des Bundesgesundheitsministers, tauschte sich gemeinsam mit dem Stadtbürgermeister von Hagenbach, Christan Hutter (CDU), Vertretern des ASB Landesverbandes und des ASB-Seniorenzentrums in Hagenbach bei einem Treffen im ASB Seniorenzentrum Hagenbach über die Situation in der Altenpflege, insbesondere mit Blick auf die Verlängerung des Pflege-Rettungsschirms bis zum 30. September 2021 und aktuelle Reformen im Bereich der Pflege, aus.

Der ASB hatte Anfang Juni darauf aufmerksam gemacht, dass ein mögliches Auslaufen der Kompensation von Mindereinnahmen im Rahmen des „Pflege-Rettungsschirms“ für viele stationäre, aber auch teilstationäre Pflegeeinrichtungen zu einer existenziellen Frage werden könnte. Das traf auch auf das Seniorenzentrum Hagenbach zu, da die Auslastung des Seniorenzentrums im Vergleich zum Vorjahr erheblich zurückgegangen ist.

Durch die Zustimmung des Bundesrates zur Verlängerung des Pflege-Rettungsschirms mit Beschluss vom 25. Juni 2021 konnte die weitere wirtschaftliche Funktionsfähigkeit in der Altenpflege – auch die des Seniorenzentrums Hagenbach – trotz der Härten der Pandemie sichergestellt werden. Dafür bedanken sich Oswald Fechner, ASB Landesvorsitzender und Stefan Rheinheimer, ASB Landesgeschäftsführer, ausdrücklich bei Dr. Thomas Gebhart, der sich persönlich für eine Verlängerung des Pflege-Rettungsschirms stark gemacht hatte.

Gemeinsam mit der Hausleitung des Seniorenzentrums, Annette Michel und der Leitung Stationäre Pflege, Andrea Silberhorn, wurden bei dem Treffen Maßnahmen der jüngst beschlossenen Bundespflegereform 2021 besprochen.
Als sehr positiv sieht der ASB die Erhöhung der Höchstleistungsbeträge für die Kurzzeitpflege und die Einführung einer bundeseinheitlichen Personalbemessung in der vollstationären Pflege. Allein für das ASB Seniorenzentrum Hagenbach würde das Personalbemessungsverfahren, das ab Juli 2023 greifen soll, sieben zusätzliche Personalstellen im Pflegebereich bringen. Von Seiten des ASB wurde auch weiterer Reformbedarf, wie bei den Nachweisverfahren gegenüber den Kostenträgern bei der regionalen Anerkennung der tariflichen Vergütung im Heimentgelt, geltend gemacht.

Mit der Verabschiedungen verschiedener Maßnahmen insbesondere zur Schaffung zusätzlicher Stellen für Pflegekräfte, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Digitalisierung sieht Dr. Thomas Gebhart die Weichen gestellt, um nach und nach effektive Verbesserungen der Situation in der Altenpflege zu erzielen.

Neben den generellen Entwicklungen im Bereich der Altenpflege waren auch die Erfahrungen der ASB-Einrichtung in Hagenbach während der Pandemie ein großes Thema im Rahmen des Gesprächs. Positiv hervorgehoben wurde von der Einrichtungsleitung Annette Michel die Hilfe der Stadt Hagenbach, die mit ihrer Aktion „Weihnachtsengel gesucht“ für Unterstützung der Einrichtung sorgte, als diese im zweiten Lockdown dringend gebraucht wurde.

Ein Rundgang durch eine Wohngruppe ermöglichte Dr. Thomas Gebhart und Herrn Hutter Einblick in die Struktur und Arbeit des Seniorenzentrums und Kontakte mit Mitarbeitern und Bewohnern des Hauses. Abschließend ließ Dr. Thomas Gebhart allen Mitarbeitenden des Hauses ein Dankeschön für die in der so belastenden Corona-Zeit geleistete Arbeit ausrichten.