Was hat denn „Ehrenamt“ mit dem Landauer Zoo zu tun?

Ein Beispiel für die Auswirkungen von „Glück durch Ehrenamt“. Seniorinnen und Senioren besuchen den Zoo in Landau mit einem neuen Ehrenamtlichen.

Der Zoo in Landau in der Pfalz sieht sich als Partner des weltweiten Natur- und Artenschutzes. Die von der Weltvereinigung der Zoos und Aquarien (WAZA) und der Internationalen Vereinigung zum Schutz der Natur (IUCN) entwickelte "Welt-Zoo- und Aquarien-Naturschutzstrategie, WZANS", bewährt sich dabei als Leitfaden für die Entwicklung des Zoos zu einem modernen "Arten- und Naturschutzzentrum".

Foto 1.JPGDiesen tollen Zoo besuchten am Nachmittag des 17. August sechs Seniorinnen und Senioren des ASB-Seniorenzentrums zusammen mit drei Betreuern. Mit dem Bus des Zentrums ging es wegen einem Stau auf der A 65 über Kandel nach Landau. Dort erfreuten sich die Seniorinnen und Senioren an den vielfältigen Eindrücken, die der Zoo bietet. Bei den Meisten lag der letzte Zoobesuch viele Jahre, bzw. bei manchen sogar Jahrzehnte zurück. Umso mehr ermüdeten die vielfältigen Eindrücke die Teilnehmer.

Der Zoo-Kiosk, direkt neben dem Spielplatz bietet ein reichhaltiges Angebot an Eis, Erfrischungsgetränken, Süßigkeiten und Snacks an. Hier machten es sich die Seniorinnen und Senioren auf diversen Sitzgelegenheiten und mit Blick auf das Meerschweinchen-gehege „Meerwutzhausen" gemütlich um, anschließend wieder zurück nach Hagenbach zu fahren. Alle waren sich einig, dass dieser schöne Ausflug der Start zu einem neuen Angebot des ASB-Seniorenzentrums Hagenbach war. Und auf der Rückfahrt wurde dann bereits der nächste Ausflug im September geplant.

Möglich werden diese Ausflüge durch das Angebot von Hr. Carl-Heinz Wolf aus Kuhardt, der sich seit August 2016 ehrenamtlich als Busfahrer im ASB-Seniorenzentrum Hagenbach betätigt. Hr. Wolf ist 62Jahre alt und Betriebsratsvorsitzender bei der Wörther Niederlassung der HANRATH-Gruppe aus Papenburg. Da seine Frau seit Jahren im ASB-Seniorenzentrum Hagenbach tätig ist und Hr. Wolf neue sinnstiftende Lebensinhalte suchte, bot er sich dem ASB-Seniorenzentrum in Hagenbach als „ehrenamtlicher Profifahrer“ an. Hr. Wolf ist seit 37 Jahren verheiratet und hat 2 erwachsene Söhne im Alter von 34 und 36 Jahren. Die Familie lebt in Kuhardt. Er arbeitet als LKW-Testfahrer für die Daimler-Benz AG in Wörth.

 

Im Frühjahr dieses Jahres las Hr. Wolf in der Tagespresse einen Bericht über „SeniorTrainer“. Hier werden Personen gesucht, welche sich auch im fortgeschrittenen Alter, hauptsächlich Rentner mit viel Zeit, sozial engagieren möchten. Hierbei geht es in erster Linie darum, dass dieser Personenkreis über einen großen Schatz an Berufs- und Lebenserfahrung besitzt. Diesen möchte man nutzen und die Interessenten zum Helfen jedweder Art zu bewegen. Die Kreisverwaltung Germersheim bietet in Zusammenarbeit mit Caritas ein spezielles Schulungsprogramm an, in dem die Bewerber in 3-mal 2 Tages-Seminaren auf diese Aufgaben vorbereitet werden. Während dieser Seminare werden die Teilnehmer auf die möglichen Einsatzgebiete vorbereitet. Es gibt keine vorgefertigten Hilfsprogramme sondern jede Person soll sich ihr Engagement selbst aussuchen und organisieren.

In seiner Zeit als hauptberuflicher Reisebusfahrer hatte Hr. Wolf öfter Seniorenfahren über z. B. die AWO in Karlsruhe, die Fächerresidenz in Karlsruhe, die Seniorenbetreuungen der EnBW oder der Eisenbahner in Karlsruhe zu ihren Tagesausflügen gefahren. Hierbei hat er festgestellt, dass der Personenkreis der Senioren sehr dankbar ist, wenn sie aus dem normalen Alltag oder ihrem Heimaufenthalt ausbrechen können und einen schönen gemütlichen Tag mit Gleichgesinnten verbringen können.

Hierbei ist es gar nicht so wichtig, mit großen Fahrten und vollgestopften Tagesprogrammen zu arbeiten. Eine geruhsame Fahrt mit einem Besichtigungspunkt und anschließendem Einkehr bei Kaffee und Kuchen erfüllt voll die Bedürfnisse nach Abwechslung.

Da Hr. Wolf über die Tätigkeit mit seiner Frau im täglichen Gespräch die Situation auch z. B. im ASB-Seniorenzentrum Hagenbach einschätzen lernte, kam ihm bei der Suche nach einem Betätigungsfeld sogleich seine Erfahrung aus der Zeit als Busfahrer in Erinnerung.

Vielen Dank Hr. Wolf, dass Sie den Alltag unserer Seniorinnen und Senioren mit Ihrem tollen Engagement derart bereichern.