"Lebensraum Bienwald - von Haubentauchern und Gottesanbeterinnen"

Drei preisgekrönte Filme des Herxheimer Amateur-Tierfilmers Josef Zauner wurden am Donnerstag, 29.09. im ASB-Seniorenzentrum gezeigt. Hierzu lud das ASB-Seniorenzentrum wie immer auch die interessierte Öffentlichkeit ein.

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Seit 26 Jahren lebt der Amateur-Tierfilmer Josef Zauner schon in Herxheim. Der 1940 in München geborene Zauner kam schon in früher Kindheit mit der Natur in Berührung. Noch heute erinnert er sich an die Zeit, als er mit seinem Vater mit der Straßenbahn nach Grünwald in den Wald fuhr. Dort bekam er von seinem Vater Tiere gezeigt und die Natur erklärt und lernte diese kennen und lieben. So war er von klein auf von der Natur besessen und fasziniert. Beruflich verschlug es ihn dann 1970 nach Karlsruhe. Zunächst filmte er überwiegend im fernen Ausland, u.A. in Alaska. Ein tragisches Ereignis führte zum Ende der Reisen nach Alaska. Ein japanischer Kollege wurde eines Nachts in einem Seitental von einem Bären aus seinem Zelt gezogen und getötet. Dennoch hatte er von nun an Angst und das Gefühl, die Tiere könnten das spüren. So fasste er nach seiner Ankunft in der Heimat den Entschluss, nicht mehr zu den Bären zu reisen. Seiner Leidenschaft für die Tierfilmerei indes gab das keinen Abbruch. Er suchte sich für sein Hobby ein neues Gebiet in der Heimat und entschied sich für den Bienwald. Nahezu sechs Jahre lang sammelte er über 200 Stunden Filmmaterial, aus denen mehrere preisgekrönte, 20-minütige Amateurfilme im „Lebensraum Bienwald“ entstanden. In Rheinland-Pfalz, Deutschland und Europa wurden seine Werke als beste Amateurtierfilme ausgezeichnet. Neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt einer seiner Filme bei den „Europäischen Naturfilmtagen“ in Tschechien den 1. Preis als bester Amateur-Naturfilm des Jahres 2009. Es sollten Filme werden, nicht für Förster und Forstwirte, sondern vorrangig für Schulen und Kindergärten in der Region. Daneben sollte die Filme auch für den Naturschutz und die interessierte Öffentlichkeit bestimmt sein. Kommerzielle Ziele wurden (und werden) mit den Filmen nicht verfolgt.

In Zusammenarbeit mit dem Forstamt entstanden Drehbücher und über die Jahre hinweg immer mehr Filmmaterial. Einiges wurde gezielt aufgenommen, anderes ergab sich zufällig und durch viel Glück. Viele Tier-, Pflanzen- und Landschaftsaufnahmen wären ebenfalls wert gewesen, in Filmen präsentiert zu werden, fanden jedoch keinen Eingang, weil die Filme auf eine Schulstunde begrenzt bleiben sollte. Dadurch zeigen die Filme auch nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was der Bienwald tatsächlich zu bieten hat.

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Den tollen Filmen „Impressionen aus Alaska“, „Haubentaucher“ und „Gottesanbeterin“ folgten am 29.09. fasziniert die Seniorinnen und Senioren des ASB-Seniorenzentrum Hagenbach. Der ehemalige Geschäfstführer und guter Freund von Hr. Zauner, Hr. Hans Weidemann aus Maximiliansau, bot bereits zum zweiten Mal eine Vorführung der Werke Hr. Zauners im ASB-Seniorenzentrum Hagenbach an. Dafür unseren herzlichen Dank!